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Zuerst war ich überrascht.
Dann einfach begeistert.

Befreiung von der Rentenversicherungspflicht

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Selbstständige Handwerker müssen 18 Jahre lang Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten. Firmiert der Betrieb als Limited, so entfällt die Beitragspflicht und das Geld kann deutlich besser angelegt werden.

Im Januar 2004 trat in Deutschland eine Änderung des Handwerksrechts in Kraft. Als Ergebnis der sog. Großen Novelle der Handwerksordnung wurden die meisterpflichtigen Berufe (aufgeführt in Anlage A der deutschen Handwerksordnung) von 94 auf 41 Berufe reduziert. Damit entfällt für viele Berufe seither der Meisterzwang, die nun in Anlage B1 der HwO aufgeführt sind.

Für die verbleibenden zulassungspflichtigen A-Berufe gilt auch bei selbständiger Tätigkeit eine gesetzliche Rentenversicherungspflicht bei der regional zuständigen Landesversicherungsanstalt. Handwerker müssen sich hier entsprechend § 2 SGB 6 - Sozialgesetzbuch - Sechstes Buch (VI) - mindestens 18 Jahre (216 Monate) pflichtversichern, bevor sie sich von dieser Versicherungspflicht befreien lassen können (Ausnahme: Schornsteinfeger).

Versicherungspflichtig ist der in der Handwerksrolle eingetragene Betriebsinhaber, der den handwerksrechtlichen Befähigungsnachweis (zum Beispiel Meisterprüfung) besitzt. Bei Personengesellschaften sind alle Gesellschafter versicherungspflichtig, die die handwerksrechtlichen Voraussetzungen erfüllen.

Der Versicherungsbeitrag wird entweder unabhängig vom Einkommen als so genannter Regelbetrag entrichtet werden, der derzeit monatlich 494,52 Euro (West) bzw. 417,90 Euro (Ost) beträgt. Ein höherer oder niedrigerer Beitrag bei entsprechendem Nachweis des beitragspflichtigen Arbeitseinkommens ist möglich zu einem Beitragssatz von derzeit 19,9 Prozent.

Viel Geld schlecht angelegt

In Summe ist das sehr viel Geld, das sehr schlecht angelegt ist: Generell ist die gesetzliche Rentenversicherung mit Renditen von derzeit 3,5 %, die nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bis 2020 weiter auf 2,7 % sinken werden, in keiner Weise konkurrenzfähig zu privaten Rentenversicherungen oder anderen Altersvorsorgeprodukten, mit denen sich aus denselben Beiträgen wesentlich höhere Renten oder Einmalzahlungen realisieren lassen bzw. die gleiche Versorgung mit wesentlich weniger finanziellen Aufwand erzielt werden kann.

Die Versicherungspflicht entfällt bei einer in die Handwerksrolle eingetragenen Kapitalgesellschaft - einerlei ob GmbH oder Limited Company, die in diesem Kontext denselben Zweck erfüllt. Das bedeutet, dass Versicherungspflichtige durch die Gründung einer Limited Company die Versicherungspflicht auf völlig rechtlich einwandfreiem Wege umgehen können und so auf wesentlich effizientere Methoden für ihre Vorsorge zurückgreifen können.

HINWEIS: Die Gründung einer Limited Company ist nicht dazu geeignet, die Meisterpflicht für die in Anlage A der HwO aufgeführten Berufe zu umgehen. Solange sich die Geschäftsleitung der Limited Company in Deutschland befindet, gilt für die deutsche Zweigstelle uneingeschränkt die deutsche Handwerksordnung. Nur wenn der reale Geschäftssitz tatsächlich außerhalb von Deutschland verlagert wird, kann die Meisterpflicht mit einer Limited Company umgangen werden.