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Zuerst war ich überrascht.
Dann einfach begeistert.

Existenzgründer

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Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt für Existenzgründer vor allem bei der Auswahl der Rechtsform für ihr Vorhaben, die derzeit zunehmend komplexer wird. Eines aber steht fest: Haftungsschutz ist nötiger denn je.

Vor allem Klein- und Kleinstgründer griffen bislang meist aus Kostengründen unverhältnismäßig oft auf Personengesellschaften wie die GbR für ihr Vorhaben zurück, denn 25.000 EUR für eine GmbH will oder kann nicht jeder für ein neues Vorhaben aufbringen.

Die neue Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) sollte Abhilfe schaffen und verspricht Haftungsschutz schon ab 1 Euro. Allerdings präsentiert sich die deutsche Antwort auf die britische Limited bei näherem Hinsehen als völlig überreglementiert und alles andere als ausgegohren - und geht am Bedarf vieler deutscher Kleinunternehmer und Start Ups einfach schlichtweg völlig vorbei. Dabei sind Vorsichtsmaßnahmen für Unternehmer wichtiger denn je:

Die Anzahl der Gesamtinsolvenzen nimmt 2011 wieder zu

Nach einer etwas entspannteren Lage in 2010 hat sich die Situation in den ersten beiden Quartalen 2011 wieder verschärft. Für das laufende Jahr erwartet das deutsche Inkassounternehmern Creditreform ein deutliches Ansteigen der Unternehmensinsolvenzen auf 33.000 bis 35.000 Fälle. Auch bei den Verbraucherinsolvenzen sollen die Fallzahlen wieder spürbar steigen: Auf bis zu 145.000 im Jahr 2011 schätzt die Creditreform Wirtschaftsforschung die Entwicklung.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: 2011 wird für die gesamte Wirtschaft angesichts der Schuldkrise in Europa und den USA erneut kein leichtes Jahr werden. Gerade kleinen Unternehmen wird die geringere Nachfrage, gepaart mit einer restriktiven Kreditvergabepolitik der Banken, Schwierigkeiten bereiten.

Eine Privat- oder Regelinsolvenz ist in Deutschland sehr langwierig

Die Konsequenzen eines Konkurses sind für Unternehmer ohne Haftungsschutz einschneidend, denn nach wie vor bleibt eine Privat- oder Regelinsolvenz im Gegensatz zur Insolvenz einer Kapitalgesellschaft ein schwieriges Unterfangen: Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern erstreckt sich die Abwicklung solcher Insolvenzen in Deutschland auf über sechs Jahre (so genannte Wohlverhaltensphase). Oft wird damit auch ein geschäftlicher Neustart während dieser Zeit unmöglich gemacht oder sehr stark erschwert. 

Eine Limited Company ist in Deutschland derzeit nach wie vor die günstigste, einfachste und schnellste Möglichkeit, die private Haftung für berufliche Aktivitäten auszuschließen - und das ohne überflüssige Kinkerlitzchen und Restriktionen seitens der deutschen Gesetzgebung.